UNGARN
Die Große Ungarische Tiefebene entlang von Donau und Theiß, die letzte ausgedehnte und zusammenhängende Heidelandschaft Mitteleuropas, mit ihren Pferden, Herden von Langhornrindern, Schafen, Gänsen und zehntausenden Zugvögel, zählt mit der Hortobágy-Puszta seit kurzem zum Welterbe der UNESCO.
Ungarn ist aber nicht nur Puszta-Romantik, sondern ein modernes Land mit alter Kultur. Mit dem Donauknie besitzt Ungarn auch einen der schönsten Abschnitte des europäischen Stromes. Wo der Fluß seinen Weg nach Süden nimmt, liegt hoch über der Donau eine der mächtigsten Kirchen Ungarns, die Basilika von Esztergom mit ihrer 100 Meter hohen Kuppel.
Stromabwärts, direkt über dem Donauknie, trohnt die Burg von Visgràd, über Jahrhunderte Sitz der ungarischen Könige, auch von König Stefan I., der vor über 1000 Jahren den Staat gegründet hat. Durch die unberührte Flußlandschaft des Donauknies fließt der Strom nach Budapest, der "Königin der Donau" entgegen, die den Besucher mit einem einzigartigen Panorama erwartet. Burg und Burgviertel, ebenfalls Teil des Welterbes der UNESCO, Fischerbastei und Gellertberg, das berühmte Parlament und Baudenkmäler aus allen Epochen säumen die Ufer, die Kettenbrücke, Budapests erste Donaubrücke, überspannt majestätisch den Fluß.
Das Budapester Frühlingsfest zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Veranstaltungen Mitteleuropas. An der südungarischen Donau liegt Kalocsa, die "Hochburg" des Paprikas, Inbegriff ungarischer Küche, dessen Ernte alljährlich zum großen Fest wird.



